Leo und die Abenteuermaschine (25) – Leo und Nikola Tesla

Am letzten Freitag ist sie erschienen, die 25. Folge von Leo und die Abenteuermaschine. Nach ihrem langen und beschwerlichen Weg treffen unsere Zeitrettungshelden endlich auf das Genie der Elektrizität Nikola Tesla, dem Herrn der Blitze. Ich durfte wieder ein bisschen früher reinhören. Wie mir die neue Folge gefällt, lest am besten selbst.

Klappentext
Leo, Salai und die Abenteueruhr stolpern von einer Katastrophe in die nächste. Obwohl der Fehler in ihrem letzten Abenteuer geändert wurde, landen sie nun mitten in einem New Yorker Erdbeben. Nach dem ersten Schreck finden sie endlich Nikola Tesla in seinem Labor. Das Elektrizitäts-Genie hat große Pläne für die Menschheit. Doch er ist auch vom Pech verfolgt und wird immer wieder mit seinen Erfindungen ausgebremst. Leo lernt den einzigartigen Mann besser kennen und erfährt, wie schwer es ist, seine Visionen umzusetzen. Nikola Telsa wird in seinem Streben nach kostenlosem Strom immer wieder sabotiert. Verhindert Laurenzo Teslas Erfindungen oder ziehen ganz andere Mächte im Hintergrund die Fäden?

Der Kreis schließt sich
Auch dieses mal startet die neue Folge mit einer kurzen Zusammenfassung der Vorgängerfolge, vorgetragen von unseren Zeitrettungshelden sowie der Erzählerin höchstselbst. Wie schon die letzten male kommt die kleine Starhilfe sehr gelegen. In den letzten Folgen ist viel passiert. Leo und seine Freunde haben viele Orte aufgesucht und haben viele bekannte Persönlichkeiten getroffen. Nun endlich schließt sich der Kreis, und die Mission, die eigentlich nur die Erfindung des Buchdrucks sichern sollte, findet ihren Abschluss. Nach dem Buchdruck wird auch die Entwicklung der Elektrotechnik und damit die Industrialisierung gesichert. Und ja, unsere Zeireisehelden bekommen endlich die Chance, die Abenteuermaschine wieder einsatzbereit zu machen. Ich denke, soviel kann ich vorwegnehmen.

Nikola Tesla
Anders als sonst müssen Leo und Salai diesmal keinen von Laurenzo platzierten Fehler in der Zeit korrigieren. Vielmehr sind sie als Zeitzeugen dazu bestimmt, nicht einzugreifen – auch wenn es das Richtige wäre. Ihre Reise zu Tesla dient allein dem Zweck, sich die benötige Starthilfe für ihre Abenteuermaschine zu bekommen, die sie im Bergwerksstollen zurücklassen mussten. Wir erinnern uns, bei der Rettung von Gutenbergs Buchdruckerei wurde sie schwer beschädigt.

Unsere Zeitreisehelden lernen Nikola Tesla als Genie in Sachen Elektrotechnik kennen. Leider fehlt es ihm an Unternehmergeist, was es für seine Investoren und Wegbegleiter möglich macht, ihn immer wieder zu sabotieren und über den Tisch zu ziehen. Tesla ist selbstlos, ihm geht es nicht um das „schnöde Geld“, wie er selbst im Hörspiel sagt. Sein Bestreben ist es, die Ergebnisse seiner Arbeit für alle Menschen nutzbar zu machen. Er ist ein Idealist auf ganzer Linie. Er handelt aus Überzeugung. Eine höchst ehrenwerte Einstellung, die aber in der Welt bis heute leider nicht besonders weit verbreitet ist. Und die schließlich dazu beiträgt, dass seine Investoren mit seinen Erfindungen immer mehr Geld verdienen als Tesla selbst. Er verarmt immer mehr wird später als der wohl selbstloseste Erfinder in die Geschichte eingehen.

Das Hörspiel nimmt sich die Zeit, Teslas Werdegang ausführlich und, wie gewohnt, sehr detailreich und kindgerecht auszuleuchten. Der Spagat zwischen Wissen, historischen Fakten und Abenteuer wird einmal mehr wunderbar gemeistert. Es wird nicht einen Moment langweilig.

Stimmen und Sound
Gesprochen wird Nikola Tesla von Bernd Egger. Dies ist nicht sein erster Auftritt bei Leo. Bevor er dem Herrn der Blitze seine Stimme lieh, war er schon im Wikinger-Zweiteiler zu hören. Auch dieses mal liefert er großartig ab. Für Filmfans ist Egger kein unbeschriebenes Blatt. Seit 2019 ist er die Stammsynchronstimme von Arnold Schwarzenegger. Katherine Johnson wird von Sabine Winterfeld gesprochen. Sie lässt Teslas „Freundin“ weniger damendhaft als taff und selbstbewusst daherkommen, so dass sie den perfekten Gegenpol zu Tesla bietet.

In Sachen Sound hat sich Leo im Laufe seiner nunmehr 25 Abenteuer immer wieder gesteigert. Da macht die neue Folge keine Ausnahme. Das Erdbeben in New York City, Teslas Auftritt in seinem Labor oder auch das dezente und gemäßigte Ambiente im Restaurant vom Waldforf-Astoria (bis heute eines teuersten und exklusivsten Hotels New Yorks), die Geräusche sitzen und sorgen für Kopfkino. Der epischste Moment im ganzen Hörspiel ist für mich der, wenn sich die Abenteuermaschine vervollständigt und zum ersten mal nach 4 Folgen wieder hochfährt. Schön gemacht!

Fazit
Mit Nikola Tesla bringt Leo uns eine der Persönlichkeit näher, die das Leben der Menschen im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert nachhaltig verändert haben. Aber ihm geht noch lange nicht die Luft aus. Im Gegenteil, der Schluss legt die Vermutung nahe, dass Leo noch eine ganze Menge vorhat.

Label / Verlag
E.T. Media / Kiddinx
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Regie
Matthias Arnold

Erscheinungsdatum
10.11.2023

Sprecher / Sprecherinnen
Leo Löwe – Marco Rosenberg
Erzählerin – Kartin Zierof
Abenteueruhr – Babette Büchner
Salai – Sven Hasper
Nikola Tesla – Bernd Egger
Katherine Johnson – Sabine Winterfeld
Mark Twain – Sven Brieger
Polizist – Maurice Sarnacki
Laurenzo – Rainer Fritzsche
Reporter – Fritz Rott
Der junge Thomas Edison – Nick Kanty
Frau im Publikum – Denise Kanty
Männer im Publikum – Sascha Keilwerth und Felix Würgler


In eigener Sache
Für diesen Blogbeitrag wurde mir das Hörspiel vorab zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.

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