Interview mit Kate Dark

Die Atmosphäre auf der Parchimer Buch- und Comicmesse ist lebendig, kreativ und voller Geschichten – genau der richtige Ort, um Autorinnen und Autoren persönlich zu begegnen. Zwischen bunten Ständen, spannenden Lesungen und begeisterten Besucherinnen und Besuchern hatte ich die Gelegenheit, mit der Autorin Kate Dark ins Gespräch zu kommen.

Ich mag nur ein Hörspielblog sein, konnte sie aber spontan für ein kurzes, Interview begeistern. Gesprochen haben wir über ihre Eindrücke von der Messe, den direkten Austausch mit ihren Leserinnen und Lesern sowie über ihre Arbeit als Autorin im Bereich Dark Romance und Bad Boy Romance. Ein kleiner, aber feiner Einblick in ihre kreative Welt – aber lest am besten selbst.

Liebe Kate, vielen Dank, dass du dir die Zeit für mich nimmst. Bist du zum ersten mal auf der PaBuCo, oder warst du im letzten Jahr auch schon dabei?
Ich war auch im letzten Jahr schon hier. Und weil es im letzten Jahr schon super war, habe ich mich für dieses Jahr wieder angemeldet und bin total begeistert.

Ist die PaBuCo denn etwas besonderes für dich, oder ist sie nur ein Event, dass du gerne mitnimmst?
Ich bin eine regionale MV-Autorin. Ich komme aus der Nähe von Güstrow. Da versuche ich, so viele Messen wie möglich hier im Umkreis mitzunehmen. Und von daher ist die Parchimer Buchmesse für mich schon etwas besonderes als regionale Autorin.

Wie erlebst du den direkten Austausch mit deinen Leserinnen und Lesern hier vor Ort?
Ich mag es total gerne. Die Leser kommen offen an meinen Stand und stellen ganz viele Fragen. Der Austausch total super. Und das finde ich auf den kleineren, regionalen Messen besser auf den großen. Weil dort funktioniert es meistens nicht so gut, wie es jetzt hier der Fall ist.

Gibt ews ein besonders schönes oder auch überraschendes Erlebnis, das du auf dieser Messe hattest?
Ja. Ich hatte eine Besucherin hier am Stand, die hatte im letzten Jahr Band 1 und 2 der Sinner-Reihe gekauft. Und heute kam sie dann zu mir meinte: „Oh, jetzt muss ich mir unbedingt Band 3 und 4 kaufen. Und Gottes Vollstrecker nehme ich auch noch mit. Und fürs nächste Jahr musst du unbedingt für Nachschub sorgen. Wenn ich dann wieder herkomme, dann möchte ich auch etweas neues mitnehmen.“ Das hat mir schon sehr gefallen. Also, das ist jetzt überhaupt kein Druck für mich (augenzwinkernd).

Wie bist du zum Schreiben gekommen – gab es so etwas wie einen Schlüsselmoment, der dich inspiriert hat, Autorin zu werden?
Ich habe ursprünglich angefangen, Fan Fictions zu schreiben. Das war 2011 als ich mit meinen Studium fertig war. Da hatte ich auf einmal sehr viel Zeit und sehr viel Langeweile. Und dann startete ich mit Fan Fictions. Und das kam so gut an, dass einige der Leser gesagt haben: „Ach Mensch, kannst du vielleicht mal etwas eigenes probieren?“ Und das war für mich dann schließlich der Anreiz, mein erstes eigenes Buch zu schreiben. Das war damals Blackwood Obession.

Du schreibst in den Genres Dark Romance und Bad Boy Romance. Was reizt doch so besonders an diesen Themen?
Ich finde es schön, dass man auch mal Tabus brechen kann und sich nicht immer rechtfertigen musss. Ich mag es einfach, wenn es mal nicht so der brave Bürger von nebenan ist. Ich muss aber auch dazu sagen, ich habe sehr starke Protagonistinnen. Die sind manchmal genauso bad wie die Boys.

Wie sieht dein typischer Schreibprozess aus – von der Idee bis zum fertigen Buch?
Ich glaube, ich bin, was das Schreiben angeht, ein totaler Chaot. Also, ich bin jetzt nicht so, dass ich alles bis ins kleinste Detail plane und dann ganz akribisch alles runterschreibe. Bei Sinners 5 zum Beispiel war das Erste, was ich geschrieben habe, das Ende. Also, die Idee kommt, die ist da. Die schreibe ich einmal auf. Und der Rest entwickelt sich. Ich habe immer so einen groben Faden, an dem ich mich oriente. Aber dass ich jetzt besonders detailfertig arbeite, kann ich von mir nicht behaupten.

Welche Erfahrungen hast du mit Selfpublishing gemacht, und welche Vor- oder Nachteile siehst du darin?
Ich war mal Verlagsautorin. Und für mich war es sehr wichtig, dass ich bei meinen Büchern meine Unabhängigkeit wiederbekomme. Ich wollte nicht durch die Verlage eingeschränkt sein. Und ich muss auch ganz ehrlich sagen, wenn ich mir in meiner Jahresabrechnung die Zahlen angeschaut habe. Wenn ich sehe, was der Verlag so bekommt, dafür dass er für mich relativ wenig getan hat, denke ich mir, nöö, die Lorberen möchte ich dann lieber für mich haben. Und es ist im Selfpublishing einfach schöner. Ich kann selbst bestimmen, wann das Buch erscheint. Ich kann das Cover bestimmen. Ich kann alles allein bestimmen.

Woran arbeitest du aktuell, und worauf können sich deine Leserinnen und Leser in Zukunft freuen?
Aktuell habe ich zwei Projekte am Laufen. Das ist zum einen natürlich Sinners 5, da warten die Leute doch schon eine ganze Weile darauf. Das zweite ist mal ein ganz anders Genre. Und zwar schreibe ich aktuell nebenbei noch an einem Zombie-Roman. Ich liebe Zombies (lacht) und habe mir gedacht, wann, wenn nicht jetzt?

Zum Abschluss. Gibt es etwas, das deinen Leserinnen und Lesern – besonders denen hier auf der Buchmesse mit auf den Weg geben möchtest?
Erstmal natürlich ein dickes, fettes Dankeschön, dass sie immer wieder so zahlreich hier an den Ständen erscheinen. Dass sie mich mit ihren Worten so motivieren, weiter zu machen und am Ball zu bleiben. Und ich mag den direkten Austausch so sehr. Ich freue mich über jeden Einzelnen, der hier ist.

Liebe Kate, ich danke dir für dieses spontane Interview.
Ich danke dir.

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