„Ist er tot?“ – „Ich bin mir nicht ganz sicher. Aber er hat ein Loch im Kopf, und hier ist eine riesige Pfütze aus Blut. Also ja, Rookie, ich denke, er ist tot!“
Klappentext
Nach einem Mord am Internat gerät alles außer Kontrolle. Es folgen weitere Todesfälle, ein verschwundener Mitschüler taucht wieder auf – allerdings merkwürdig verändert. Während die Erwachsenen versagen, stoßen die Logan-Geschwister auf Hinweise zu einer geheimnisvollen Forschungsstation. Mit der Zeit im Nacken und ohne zu wissen, wem sie noch trauen können, beschließen sie, selbst Antworten zu suchen. Was sie dort erwartet, stellt alles infrage – und bringt sie in tödliche Gefahr.
Die Suche geht weiter
Wir erinnern uns – Malcolm, ein Freund und Mitschüler der Logans ist verschwunden. Wie offizielle Kanäle verlauten lassen, konnte er an eine Pflegefamilie vermittelt werden. Als 17-jähriger? Eher unwahrscheinlich. Hier stimmt ewtas ganz und gar nicht. Das denkt auch Mr. Abebe, der Hausmeister des Internats. Doch bevor er den Logan-Geschwistern unterstützend zur Seite stehen kann, wird er von dritter Seite zum Schweigen gebracht. Ein ähnliches Schicksal wird auch jedem anderen zuteil, der irgendwie Licht ins Dunkel bringen könnte. Die titelgebenden losen Enden in der Geschichte werden also fein säuberlich gekappt und verödet, so dass die Logans nach und nach isoliert werden. Als aufgrund der jüngsten Ereignisse seitens der Schulleitung auch noch das Schuljahr vorzeitig beendet wird, läuft ihnen die Zeit davon.
In dieser zweiten Folge schwingt der Mystery-Charakter nicht mehr allzu sehr mit. Denn was als erstes auffällt ist, die gesamte Folge spielt sich ausschließlich auf dem Schulgelände ab. Es gibt diesmal keine Erzählpassagen der erwachsenen Clarice Logan, die im HIntergrund durch die Geschichte führt. Wir erinnern uns, am Anfang war vom Zorn oder auch dem Ende der Zivilisation die Rede. Die jugendlichen Logans sind diesmal ganz auf sich gestellt, was in dieser Folge wunderbar zu spüren ist. Auch wie sie systematisch in die Enge getrieben werden, ist wunderbar umgesetzt. Ihre Gegenspieler sind ihnen permanent mindestens einen Schritt voraus, was die Geschwister immer weiter in die Enge treibt. Die gedämpfte und drückende Stimmung aus Folge 1 wird beibehalten und und sogar noch ein bisschen verdichtet. Als Hörer oder Hörerin mag man sich am liebsten schützend vor die Logans stellen, auf das sie endlich etwas Licht ins Dunkel bringen können.
Fazit
Wie schon die Auftaktfolge endet auch diese Episode mit einem Cliffhanger und lässt uns mit offenen Fragen zurück. Lose Enden, wie der Folgentitel schon erahnen lässt. Es bleibt also abzuwarten und zu hoffen, welche Offenbarungen die nächste Folge bereithält.
Label
Jack Turner Hörspiele
Skript
Eike Bußmann
Erscheinungsdatum
08.05.2026
Mix/Sounddesign
Jan Kaiser
Sprecher/Sprecherinnen
Clarice Logan – Luisa Wietzorek
April Logan – Rosalba Thea Salomon
Rookie Logan – Oliver Theile
Mariella – Annika Rotvogel
Sam – Mika Latour
Malcolm – Tobias Mennemeyer
Durchsagen – Andreas Loba
Titelsprecher – Tobias Brecklinghaus
In eigener Sache
Für diesen Blogbeitrag wurde mir das Hörspiel vorab zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.
