Der Sommer verabschiedet sich und gibt den Weg frei für die diesjährige Spooky Season. Und pünktlich zum Start erscheint der neue Fall des wohl ungleichsten Ermittlerduos, dass man in Südkalifornien anheuern kann. Iscariot & Sons – Private IncestiGATORs machen sich auf die Jagd. Diesmal nach einem Boot und einem entflogenen Vogel. Einem europäischen Star, um genau zu sein. Aber lest am besten selbst.
Klappentext
Ein entflogener Vogel, ein verschwundenes Boot und zwei frustrierte Privatermittler. Klingt zunächst vielleicht nach einem eher unterdurchschnittlichen, wenn nicht gar unbrauchbaren Abenteuer. Aber glaubt uns, wenn wir sagen, das dem mitnichten so ist. Wir haben nämlich zusätzlich einen plötzlich freigelegten Friedhof in petto. Jaha! Gruselig, was? Als kurze Zeit später auch noch ein lange totgeglaubter Freibeuter der zweiten oder auch dritten, jedoch nicht gerade harmlosen Garde, auftaucht, kriegt unsere Geschichte so richtig Würze. Und dann haben wir noch zig Charaktere, die man sich mal genauer anschauen sollte. Oho! Außerdem reichen aus der Südsee helfende, attraktive Hände…
Uiuiui, darf man da mit Fug und Recht sagen.
Endlich mal ein ganz normaler Fall – oder doch wieder ein Horrotrip?
Mitnichten – denn wie wir wissen, beherbergt L. A. neben all dem Glanz und Glamour Hollywoods noch einen regelrechten Moloch von Kreatruren, denen man lieber nicht begegnen möchte – weder bei Nacht noch tagsüber. Zunächst sieht es auch gar nicht danach aus, als würden Eric und Leo derartige Bekanntschaften machen. Die Privatdetektei kann zwei neue Aufträge verbuchen. Zum einen gibt es ein verschwundenes, vermutlich geklautes Boot. Und zum anderen vermisst eine ältere Lady ihren geflügelten Mitbewohner. Hmm, erinnert letzteres nicht irgendwie an ein anderes Team von Privatermittlern aus dem Großraum Los Angeles? Ob das ein Zufall ist, wer weiß? Zwei Fälle, zwei Ermittler. Leo übernimmt den vermissten Piepmatz, Eric höchstselbst nimmt sich des Bootes an. Was uns, der geneigten Hörerschaft, von Anfang klar ist, erleuchtet auch schon sehr bald Eric und leo. Denn… Trommelwirbel… Zwischen beiden Fällen besteht eine Verbindung! Wer hätte das gedacht?
Puuh, soviel zur Story. Ich würde am liebsten viel weiter einsteigen. Aber wenn ich mehr vorwegnehme, wäre es, als ließe man die Luft aus den Reifen. Dann wird es für das Hörspiel schwierig, richtig Fahrt aufzunehmen. Aber es ist doch immer wieder spannend, wie zielsicher das Böse bei etwa dreizehn Millionen Einwohnern im Großraum Los Angeles immer den Weg zu unseren beiden Lieblingsermittlern findet.
So viele Eindrücke
Bei den meisten Comedy-Projekten ist es so, dass sie stark anfangen, aber auch stark wieder nachlassen. Nach einigen Folgen fangen die Gags an, sich zu wiederholen, weil den Machern schlicht und einfach nichts neues mehr einfällt. Bis sie sich irgendwann schlie0lich völlig lahm zu Tode laufen. Davon ist Eric Iscariot noch seeehr weit entfernt. Das heißt, falls er überhaupt mal dahinkommt. Zugegeben, einiges muss sich ab und an wiederholen, um den Wiedererkennungswert zu wahren. Aber Hörspielmacher Markus „MJ“ Jakob, welcher auch Titelfigur Eric die Stimme leiht, schafft es immer wieder, alles in einem gesunden Rahmen zu halten. Ebenso die Easter Eggs und Anspielungen auf unsere Lieblingsserien und Helden Kindheit Diese Folge ist ist zwar voll davon, und dennoch wirkt das Hörspiel nicht einen Moment lang überladen. Es wird alles wohldosiert über die Folge verteilt.
Das Cover
Easter Eggs ist übrigens das Stichwort. Habt ihr euch mal die Cover der Serie genauer angeschaut? Die Machart kommt doch nicht nur mir bekannt vor, oder? Ein schwarzer Rahmen, darin ein Bild, dessen Motiv inhaltlich zur Folge passt, aber niemals eine der Hauptfiguren bildlich darstellt. Passend dazu ist der Serientitel in einem satten Gelbton gehalten. Damit sind schon die Seriencover eine große Respektsbezeugung vor zwei anderen großen Hörspielserien.
Fazit
Offiziel heißt es, Eric Iscariot ist eine Okkult-Comedy-Hörspielserie. Aber wirklich gerecht wird dies der Serie nicht. Eric ist soviel mehr. Also ja, es ist schon eine okkulte Comedy. Aber daneben ist es auch noch satirische Züge. Und allem voran ist es eine Hommage und eine sehr große Verbeugung vor allen kultigen Hörspielen bzw. Hörspielserien, die wir als Kinder und Jugendliche geliebt und in Dauerschleife gehört haben und denen wir bis heute ein ganz spezielles Plätzchen in unserem nerdigen Herzen freihalten. Bei mir jedenfalls kann sich der gute Eric ohne Vorbehalte mit meinen Helden in ein und dieselbe Reihe stellen.
Informationen zur Produktion
VÖ: 2. Oktober 2026
Idee, Geschichte, & Design: Markus „MJ“ Jakob
Casting, Regie, Schnitt & Produktion: Markus „MJ“ Jakob
Titelmelodie: Sascha Dörr / Saschisch Entertainment
Effekte & Jingles: Adobe, Sonniss, freesound.org & Envato
Bilder: Midjourney
Sprecher/Sprecherinnen
ERIC ISCARIOT: Markus „MJ“ Jakob
LEO BERNSTEIN: David Beyer
BOBBY MCQUEEN: Melle Teich
ERZÄHLER: Jan Abraham
MADAME KATINKA: Tina Wolff
NAÏMA: Susanne von Fioreschy-Weinfeld
GRIM JIM: Henning Lübbecke
KLAUS: Jan Hennings
HENRY MORGAN: Olli Ott
MARY READ: Birgit Arnold
RONALD DAVID GILBERT: Timo Schwämmlein
DAVID JONES: Christian Bußmann
STANLEY STANMAN: Gerit Wittkowski
ANNE BONNY: Manuela D.
HANS-JÜRGEN & EDITH JAKOB: Hans-Jürgen & Edith Jakob
