The Fury (4) – Die Hütte am See

„Als Teenager neigt man dazu zu glauben, man hätte verstanden, wie die Welt funktioniert. Man glaubt auch zu wissen, was es bräuchte, um sie zu verändern. So amüsant diese Einfältigkeit rückblickend auch sein mag. Ich glaube, es war dieser Hochmut, der uns damals den Arsch gerettet hat. Er hat uns den notwendigen Mut verliehen, den es bedurfte, nicht vor Angst zu erstarren angesichts der misslichen Lage, in der wir uns befanden. Ganz zu schweigen von dem Horror, der da noch auf uns zukommen sollte.“

Klappentext
Nach der Flucht aus dem Internat suchen die Logan-Geschwister Schutz in einer abgelegenen Hütte am See. Fernab der Zivilisation versuchen sie, die Ereignisse zu verarbeiten und herauszufinden, ob The Fury auch sie verändert hat. Als eines Tages zwei verletzte Fremde im Wald auftauchen und um Hilfe bitten, stehen die Geschwister vor einer schwierigen Entscheidung. Können sie Ted und Sascha vertrauen? Schon bald kommen erste Zweifel auf. Ihre Geschichten werfen Fragen auf und im Wald geschehen Dinge, für die es keine einfache Erklärung gibt. Die vermeintliche Zuflucht wird zunehmend zu einem Ort, an dem sie nicht mehr sicher sind.

Kampf ums Überleben
Die ersten Töne der melancholischen Titelmusik, gefolgt von einer kurzen Einleitung der erwachsenen Clarice Logan, die wieder als Ich-Erzählerin durch die Geschichte führt. Mehr braucht es nicht, um die geneigte Hörerschaft wieder in den Bann zu ziehen. Nach den Geschehnissen in der geheimen Forschungseinrichtung schaffen es die drei Geschwister nur knapp, ihren Häschern zu entkommen und finden Zuflucht in einer verlassenen Hütte. Zurückgezogen und völlig autark verbringen sie hier den Sommer, nicht wissend, ob sie infiziert sind oder wie weit The Fury vorangeschritten ist. Ratlos überlegend, was sie als nächstes tun sollen, werden sie von Ted und Sascha, einem fremden Pärchen, das angefriffen und verletzt wurde, aus ihren Gedanken gerissen.

Der Mystery-Charakter, der die Serie anfangs ausgemacht hat, mag in der neuen Folge so gar nicht zum Vorschein kommen. Vom Setting her lässt sie vielmehr an Serien bzw. Games wie The Last of Us denken. Die Hütte im Wald, weitab der Zivilisation, Unwissenheit, wie es um selbige bestellt ist. All das kommt schon sehr wie ein Survival-Thriller daher. Wobei der Thrill selbst etwas auf sich warten lässt. Bis dahin scheint sich die knapp 36 minütige Folge etwas zu ziehen. Die Lethargie, welche die Logan-Geschwister erleben, wird so nicht nur hör- sondern auch ein bisschen spürbar. Hinzu kommt das plötzliche Erscheinen von Ted und Sascha. Die beiden treten eindeutig ein bisschen zu passend auf den Plan. Genau in dem Moment als den Logans die Vorräte ausgehen und der Sommer sich dem Ende neigt. Clarice ist es schließlich, die ausspricht, was wir als Hörerschaft denken. Irgendwas stimmt nicht mit den beiden.

Geräusche und Musik
Das melancholische Intro hatte ich ja schon erwähnt. Sie passt so wunderbar zum Therma. Auch die übrige Hörspielmusik kann sich natürlich hören lassen. DIe Geräusche geben die perfekte Atmosphäre für das Geschehen. Der Wald, das seichte Plätschern vom See, die Vegetation. Alles hört sich sehr nach Survival-Thriller an. Besonders während Clarice‘ Streifzügen durch den Wald hat man fast das Gefühl, ganz nah bei ihr zu sein.

Fazit
Einmal mehr werden wir mit einenm fetten Cliffhanger zurückgelassen. Keine Angst, an dieser Stelle wird natürlich nicht gespoilert. Es sei aber so viel gesagt, die Geschichte der Logans ist längst noch nicht zu Ende. Im Gegenteil. Es scheint, als geht es gerade erst richtig los. Bleibt nur zu hoffen, dass bis Folge 5 keine vier Monate vergehen.

Label
Jack Tuner Hörspiele

Skript
Eike Bußmann

Erscheinungsdatunm
30.10.2026

Mix/Sounddesign
Jan Kaiser

Sprecher/Sprecherinnen
Erzählerin – Jaëla Probst
Rookie Logan – Oliver Theile
April Logan – Rosalba Thea Salomon
Clarice Logan – Luisa Wietzorek
Ted – Benjamin Herold
Sascha – Anja Gebel


In eigener Sache
Für diesen Blogbeitrag wurde mir das Hörspiel vorab zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.

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