Die Abtrünnigen (2) – Die Hand auf der Schulter

Nach nur einer Woche schon es heute mit „Die Abtrünnigen“ weiter. Folge 2 ist heute erschienen. auch diesmal durfte ich ein bisschen früher reinhören. Wie mir die neue Folge gefällt, lest am besten selbst. Allerdings muss ich eine kleine Spoilerwarnung aussprechen. Wer Folge 1 noch nicht gehört hat, sollte an dieser besser abbrechen und nicht weiterlesen.

Klappentext
Der Glaubenskrieg tobt und mit ihnen die Zweifel der vielfältigen Charaktere in dieser Fantasyserie. Durch das brutale und düstere Mittelalter verfolgt man die Geschichten zweier Personen, deren Ziele nicht unterschiedlicher sein könnten. Mit vielen bekannten Stimmen aus der Synchronsprecherszene.
Floran: Nachdem der Orden nun seine Anhänger zum Aufspüren der Ketzerin aussendet, muss der junge Ministrant Mos Dali folgen und die umliegenden Dörfer vor einer Infiltration der Therianer warnen. Ihn erwartet eine Probe, die ihn zeichnet…
Tharina: Aufgelesen von einem Fremden, der sie als Sklavin verkaufen möchte, schwindet ihre Hoffnung auf einen Weg zurück. Auch wenn der Waldläufer ausschliesslich sein eigenes Wohl im Sinn zu haben scheint, ist er menschlicher als Mos Radon, bis er von ihrem Geheimnis erfährt…

Auf der Flucht
Nach einer kurzen Zusammenfassung im was-bisher-geschah-Style geht es wieder direkt ins Geschehen. Allerdings nicht zu Tharina. Nein, zuerst widmet sich das Hörspiel Floran, ihrem Bruder im Geiste. Floran kann es nicht glauben. Tharina, seine einizge echte Freundin soll ein Therianer sein? Noch dazu hat sie den Orden in böswilliger Absicht unterwandert und aussponiert? Das jedenfalls sagen der Dom und Mos Dali, Florans Herr und Meister. Kurzerhand wird die Ministrantin zur Ketzerin erklärt und zum Abschuss freigegeben. Von der Ministrantin zur Verräterin. Ist es wirklich so, oder macht es sich der Orden nur ein bisschen zu einfach? Diese Fragen sind es, die Floran umtreiben, während er mit seinem Mos ausgesandt wird, um die umliegenden Dörfer vor Tharina zu warnen. Als würde von ihr eine ernsthafte Gefahr ausgehen.

Während der Orden mobil macht, kommt Tharina weit weg, mitten im Wald zu sich, allein und verängstigt. Ahnungslos, wie sie dorthin gekommen ist und sinnierend, was sie nun tun soll, trifft sie auf Xandor. Xandor ist ein Tunichtgut, wie er im Buche steht. Natürlich glaubt er ihr kein Wort, als sie ihm offenbart, zum Orden zu gehören. Kurzerhand beschließt er, sie an ein Bordell zu verkaufen. Aber schon sehr bald dämmert ihm, dass sie die Wahrheit gesprochen hat. Und selbst nicht die geringste Ahnung um ihre Gabe hat.

Vita per mortem
Das Leitmotiv des Ordens. Man muss kein Ass im großen Latinum sein, um es zu verstehen – Leben durch Tod. Immer wieder lassen die Höchsten des Ordens diese Worte fallen, wie ein Dogma. Als Hörer oder Hörerin wird man unwillkürlich an die Zeit der Hexenverbrennung erinniert. Alles, was anders ist und nicht ins Weltbild passt, wird gnadenlos getötet. Um so Erlösung zu erfahren, natürlich. Oder doch nur, um die Vormachtstellung des Ordens zu sichern? Es stellt sich nur die Frage, Vormachtstellung worüber? Es ist noch nicht so wirklich greifbar, aber vor irgendetwas scheint der Orden große Angst zu haben.

Das Cover
Bis auf den Folgentitel ist das Cover mit dem der Vorgängerfolge identisch. Damit ist sofort klar, es ist eine lange, zusammenhängende Geschichte. Optisch erinnert es sehr an das Auenland in „Der Herr der Ringe“. Es zeigt einen Fluss, der sich durch ein grünes,. fruchtbares Tal zieht. Weiter hinten auf einem Berg thront eine Burg. Am Flussufer stehen, dem Betrachter den Rücken zugewandt, eine Frau und ein Mann. Wer die sein mögen, lässt sich nur vermuten. Ich für meinen Teil, behalte es zunächst für mich. Die Landschaft jedenfalls mutet sehr idyllisch an und bildet so einen Gegensatz zur Story, die ja doch sehr düster angehaucht ist.

Fazit
Die Geschichte um Tharina wird sauber weitergesponnen. Das Hörspiel nimmt sich viel Zeit und gibt allen Charakteren Raum und lässt sie so einen gewissen Tiefgang entwickeln. Und auch, wenn es erzählerisch nicht so rasant vorangeht, schafft es schön spannend und macht schon jetzt Lust auf die nächste Folge.

Label
Runenklang Studios

Regie
Benedict Matysik

Erscheinungsdatum
07.11.2026

Sprecher/Sprecherinnen
Tharina – Carlotta Pahl
Floran – Benedict Matysik
Mos Dali – Günter Merlau
Mos Radon – Jan Abraham
Dom – André Beyer
Xandor – Björn Schalla
Dorfbewohner 1 – Matthias Heyl
Dorfbewohner 2 – Gerrit Petersen
Prae – Thomas Birker
Frau – Anja Klukas
Gero – Christoph Piasecki
Cre – Konrad Bösherz
Dorfvorsther – Bert Stevens


In eigener Sache
Für diesen Blogbeitrag wurde mir das Hörspiel vorab zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.

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