Mord in Serie (15) – Safe House

Ich finde den Namen Mord in Serie immer noch ein wenig irreführend. Denn es ist ja keine Serie im eigentlichen Sinne. In Jeder Folge treten immer neue, wechselnde Charaktere in verschiedenen Stories in Erscheinung. Macht aber nichts, so kann man sich wahllos eine Folge schnappen und einfach draufloshören. Wie zum Beispiel in diese hier, Safe House!

Die Kriminalbeamten Euler und Ponndorf bekommen eine neue Aufgabe zugeteilt. Sie sollen Irina, eine wichtige Zeugin schützen, die bereit ist, gegen Gangsterboss Broski auszusagen. Untergebracht ist diese aber nicht in einem Safe House, wie es der Titel vermuten lässt. Vielmehr wird sie in einem Plattenbau in Halle-Neustadt, einem sozialen Bennpunkt und der wohl übelsten Gegend der Stadt versteckt. Nur widerwilliig nehmen die beiden den Auftrag an.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß, in den Reihen des LKA gibt es einen Maulwurf. Der weiht Broski in die Pläne der Polizei ein und lässt ihn so einen Verfolgern einen Schritt voraus sein. Es kommt, wie es kommen muss, die Tarnung des Maulwurfs fliegt auf, und das Blatt wendet sich. Broski setzt ein Kopfgeld auf die Polizisten aus. Von nun an kämpfen alle um das eigene Überleben…

Kennt zufällig jemand den Film The Raid? Das Setting erinnert mich schon etwas an den Film. Wer ihn kennt, kann mir vielleicht beipflichten. Nein, keine Sorge, hier wurde nicht alles eins zu eins übernommen. Nur der Teil, in dem die Polizisten sich durch das Gebäude kämpfen um nach draußen zu kommen, mutet ähnlich an, wie besagter Film. Viel mehr geht es in Safe House um das ungleiche Team vom LKA, das in der Falle sitzt und zusammen arbeiten muss, um sich befreien zu können.

Die Geräusche und Musik sind gut zusammengestellt und passen vom Anfang bis zum Ende. Die Musik hält sich meist im Hintergrund und fällt kaum ins Gewicht. Der größte Teil der Atmosphäre wird also über die Geräusche geschaffen. Und die sitzen in jeder Minute. Vom Straßenlärm, als Euler und Ponndorf an ihren Einsatzort kommen über dem Hall im Treppenhaus bis zu den hellhörigen Wohnungen, die typisch für die alten Plattenbauten waren oder auch noch sind. Hinter den viel zu dünnen Wänden beginnt schon das Reich der nächsten Hausbewohner, denen völlig egal ist, wer ihnen wobei zuhört und wer nicht.

Fazit: Diese Folge fängt zwar etwas lahm an und braucht etwas Anlauf, um in Fahrt zu kommen. Von da an aber bleibt sie, auch durch den einen anderen Plottwist, spannend bis zum Schluss. Dazu kommen starke und authentische Charaktere, die den Hörer bis zum Ende mitfiebern lassen. Safe House ist für mich einer der Höhepunkte der gesamtem Reihe. Von mir bekommt diese Folge 8 von 10 Punkten.

Label
Contendo Media

Regie
Christoph Piasecki

Erscheinungsdatum
03.06.2016

Sprecher
Matthias Euler – Robin Brosch
Jesper Goerrissen – André Beyer
Irina – Jenny Böttcher
Alex Ponndorf – Tim Knauer
Tanja Clemens – Carla Becker
Broski – Jürgen Holdorf
Sander – Daniel Welbat
Lenny – Gerrit Klein
Kevin – Pascal Finkenauer
Dealer – Christoph Piasecki
Nachbarn – Wolfgang-Che Koch, Nadine Schreier
LKA-Beamte – Wolfgang Hartmann, Erik Albrodt
Gefängnisdirektor Seifert – Jürgen Thormann

sowie Tim Caspers, Daniel Wandelt, Tatjana Auster, Angelas Quast, Axel Doose, Martina Kramberg, Helga Paetz, Madeline Paetz

 

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