Leo und die Abenteuermaschine (11) – Leo und die Kung Fu Mönche

Matthias Arnold ist zweifacher Vater und arbeitet seit 20 Jahren in der Medienbranche. Darüber hinaus ist er Autor, Produzent und Regisseur der Kinder-Hörspielserie „Leo und die Abenteuermaschine“. Ich darf mich heute der 11. Folge widmen.

Inhalt
Gerade erst ist Leo von seinem letzten Abenteuer zurückgekehrt, lässt das nächste nicht lange auf sich warten. Leo bekommt Besuch von seinem Opa. Wie immer hat dieser etwas für Leo mitgebracht. Diesmal ist es ein geheimes Zeitreisetagebuch. Von allen Rätseln und geschichtlichen Ereignissen, die darin geschrieben stehen, hat es Leo eines ganz besonders angetan – ein Eintrag über den Kampfkünstler Bruce Lee. Wirklich viel steht hier aber nicht. Es sind nur die chinesichen Schriftzeichzen für Kung Fu, eine Zeichnung von Bruce Lee und ein Datum – der 22. Januar 1953.

Damit steht das nächste Reiseziel fest. Leo reist in das Hongkong des Jahres 1953, um die Kampfkunst-Legende Bruce zu treffen. In dieser Zeit besucht Lee eine Schule für englische und chinesische Jungen. Leo macht den jungen Jun Fan Lee (so Bruce Lees gebürtiger Name) schneller ausfindig als erwartet. Allerdings findet er nicht das vor, was er erwatet hatte. Statt eines stolzen, selbstbewussten und Kung-Fu-Kämpfers trifft Leo auf einen völlig verängstigten Jungen ohne Selbstvertrauen, der von seinen englischen Mitschülern gemobbt und schikaniert wird. Wie nur wird aus diesem Jungen einer der größten Kampsportler aller Zeiten werden. Leo entschließt sich, Jun Fan etwas Starthilfe zu geben und reist mit ihm zurück ins 17. Jahrhundert zu den Shaolin-Mönchen und zu den Anfängen des Kung Fu…


Meine Meinung
Einmal mehr erweckt Hörspielmacher Matthias Arnold ein Stück Weltgeschichte zum Leben und kombiniert es mit Spaß und Abenteuerlust, so dass man gar nicht anders kann, als gebannt zuzuhören. Das Abenteuer beginnt sogar schon vor dem Anhören. Schon das Cover nämlich verspricht uns eine große Geschichte. Wir sehen ein Shaolin-Kloster, auf dessen Stufen zwei Kung-Fu-Kämpfern. Darüber sehen wir Leo und den schon erwachsenen Bruce Lee in Kampfposition. Anstelle der traditionellen Kluft, wie Leo sie trägt, trägt Lee den gelben Trainungsanzug mit schwarzen Streifen an der Seite aus seinem letzten Film „Game of Death“, den er leider nicht mehr selbst vollenden konnte. Der gelbe Anzug hingegen ist bis heute ähnlich mit Bruce Lee verbunden, wie Lee selbst mit dem Begriff der Kampfkunst.

Im Booklet sind noch einmal die Eckdaten der Geschichte sowie alle am Hörspiel mitwirkenden Künstlern zusammengefasst. Das i-Tüpfelchen bildet hier der schnelle Faktencheck, der verrät, wie gut man aufgepasst und zugehört hat.

Die Geräusche und Musik sind stimmig und so an das Geschehen angepasst, dass sie es gut unterstreichen und nicht überlagern. Viel mehr lebt das Hörspiel von seinen Sprechern und Sprecherinnen und deren Darbietung. Wie schon in den vorangegangenen Folgen wird hier ein sehr hoher Wert auf sprachliche Sauberkeit gelegt. Die Texte sind klar, deutlich und nicht allzu schnell vorgetragen, so dass gerade die jüngeren Zuhörer und Zuhörerinnen dem Gesagten sehr gut folgen können, ohne dass das Hörspiel irgendwie lahm oder entschleunigt daherkommt.

Fazit
Wer also seinen hörspiel- und wissbegierigen Kindern, Nichten, Neffen, oder Freunden eine Freude machen möchte, kann mit dem kleinen Löwen Leo nchts falsch machen. Es ist eine Hörspielserie, die in keinm Kinderzimmer fehlen sollte. Und da das Lernen je bekanntlich keine Grenzen kennt, kann auch der eine oder andere Erwachsene auch noch etwas dazulernen. Und sei es auch nur eine Antwort auf die elementare Frage, wie viele Liegestütze Chuck Norris schafft?

Label
e. T. Media / Matthias Arnold

Regie
Matthias Arnold

Erscheinungsjahr
2020

Sprecher
Leo Löwe – Marco Rosenberg
Erzählerin – Katrin Zierof
Abenteueruhr – Babette Büchner
Bruce Lee – Dirk Petrick
Ng Mui – Friederike von Frajer
Jung Fu – Oliver Rohrbeck
James William – Julian Mau
Lee Pa Sun – Ingo Albrecht
Leos Mama – Irina von Bentheim
Leos Opa – Hubert Burczek
Chuck Norris – Mario Hassert
Wan Du Ji – Dominik Stein
Mr. Choi – Tim Caspers
Britischer Schüler – Michael Kargus


In eigener Sache
Für diesen Beitrag wurde mir ein Rezensionsexemplar von e. T. Media zur Verfügung gestellt. Die Rezension wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s