VIDAN – Staffel 2 – Schrei nach Stille

„Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Aber manchmal sind es die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“

Mit dieser sehr episch anmutenden Phrase startete der Mystery-Thriller von Raimon Weber am 14. Mai in die zweite Staffel. Passend zum Release hatte mich auch eine Box als Rezensionsexemplar erreicht. Ob Staffel 2 auch zu überzeugen wusste? Lest am besten selbst.

Klappentext
Sommer in Montana.Sechzehn Monate sind vergangen. Seit Miles Vidan der fremdartigen Substanz Black Juice begegnete. Sie verhilft Toten zu einem kranken Weiterleben und raubt Menschen den Verstand.Wenn Miles Vidan bisher geglaubt hatte in die Abgründe des Grauens geblickt zu haben … so muss er jetzt feststellen, dass es immer noch eine Steigerung gibt. Er wird mit der Frage konfrontiert: Wie viel Schrecken kann der menschliche Geist ertragen? Ab wann begibt sich der Verstand auf eine unkontrollierte Schleuderfahrt in den Wahnsinn? Angst beherrscht die Gedanken. Selbst jene, die von den Geschehnissen nur eine vage Ahnung haben, werden von düsteren Träumen heimgesucht. Es bedarf nur weniger Augenblicke, bis die kleine Stadt das Zentrum von etwas unfassbar Bösem wird. Aus den Tiefen des Newell-Sees steigen die Vorboten des drohenden Niedergangs.

Meine Meinung
Sechzehn Monate. Soviel Zeit ist nicht nur im Hörspiel, sondern auch im guten alten Real Life vergangen. Für den besseren Wiedereinstieg habe ich mir kurz zuvor noch einmal Staffel 1 angehört. Und das war gut so. Ohne hätte ich dem Geschehen wohl nicht gleich problemlos folgen können. Ist man allerdings erstmal drin, ist man auch ebenso gefesselt, und es fällt extrem schwer, nach einer Folge eine Pause einzulegen. Selbst ich, der eigentlich kein Fan von Binge-Watching oder in diesem Fall Binge-Hearing ist, hatte Schwierigkeiten, abzubrechen. Wobei ich hier natürlich niemanden Bevormunden oder verurteilen möchte. Wer sich gleich mehere Folgen oder auch die komplette Staffel am Stück anhören möchte, soll dies natürlich gern tun. Ich für meinen Teil muss es nur nicht haben, bei mir muss zwischendrin auch mal eine Pause her.

Was den „Suchtfaktor“ betrift, so hat sich Staffel 2 im Vergleich zu ihrem Vorgänger deutlich gesteigert. Autor und Regisseur Raimon Weber hält das Erzähltempo dabei so konstant, dass die Ereignisse nicht anfangen, sich zu überschlagen. Im Gegenteil, den einzelnden Charakteren bekommen die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln und mehr Tiefe zu bekommen. Genau so, wie es in einer guten Serie sein sollte. Und all das geschieht, ohne dass die Hörerschafft die Geschichte irgendwie als langatmig wahrnimmt. Das Gegenteil ist hier eher der Fall. Die genial inszenierte und düstere Atmosphäre, die hier vorherrscht, lässt uns das Geschehen selbst in den ruhigeren Phasen genau mitverfolgen.

Ähnlich wie schon beim Vorgänger wird man nach 10 Folgen und knappen achteinhalb Stunden mit mehr Fragen als Antworten zurückgelassen. Nun heißt es abwarten bis Staffel 3 nachrückt. In Sachen Geduld wird der Hörerschaft hier mit Sicherherheit einiges abverlangt. Schließlich lässt sich ein Hörspiel von dieser Länge und auf diesem Niveau nicht in ein paar Wochen auf die Beine stellen. Zwischen Staffel 1 und 2 lagen 16 Monate. Wir können also davon ausgehen, dass die Distanz bis zur dritten Staffel ähnlich lang sein wird.

Fazit
Mit „Schrei nach Stille“ liefert das Team um Autor und Regeisseur Raimon Weber eine mehr als beeindruckende Lesitung ab. Wer einen guten Mystery Thriller zu schätzen weiß, ist bei VIDAN bestens aufgehoben. Undbedingt anhören – es lohnt sich!


In eigener Sache
Für diesen Beitrag wurde mir eine CD-Box von Kühl PR zur Verfügung gestellt. Der Text wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keiner/keinem der mitwirkenden Künstler/innen oder Labels beeinflusst.

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