Leo und die Abenteuermaschine (17) – Leo und die Wikinger – Teil 1

Es wird mal wieder Zeit für einen Streifzug durch die Geschichte. Mit „Leo und die Wikinger“ hat mich die neueste Mission des schlauen Löwen als Rezensionsexemplar erreicht. Und da es diesmal ein sehr schwieriger Einsatz wird, hat Hörspielmacher Matthias Arnold gleich zwei Folgen daraus gemacht. Aber lest am besten selbst.

Klappentext
Der schlaue Löwe Leo findet in Leonardo Da Vinci’s häuslicher Unordnung ein altes Buch, die nordische Grönlandsaga. Diese erzählt die abenteuerliche Geschichte vom wilden, kriegerischen Volk der Wikinger, die schon 500 Jahre vor Christoph Kolumbus Amerika entdeckten. Hat der Geschichtsdieb auch hier alles durcheinander gebracht? Zusammen mit Salai reist Leo in die Wikingerhafenstadt Haitabu in das Jahr 885. Hier suchen sie den Clan der Thorvaldssons. Mitglieder dieser Famlie werden erst Grönland und später Amerika bereisen. Ihnen stellt sich jedoch ein Wikinger-Krieger, mit finsteren Absichten, in den Weg. Ist ihr Abenteuer zu Ende, bevor es richtig begonnen hat?

Kolumbus – der Entdecker Amerikas?
So ist es bis heute allgemein gültig. Aber stimmt das auch?
Nicht direkt! Christoph Kolumbus ist im Jahr 1492 in Amerika gelandet und hat so die neue Welt zur Besiedelung erschlossen. Aber ohne die Vorarbeit der Wikinger wäre dieses Unterfangen so nicht möglich gewesen. Wirklich entdeckt wurde der Kontinent also von den Nordmännern. Und um sicherzustellen, dass all das auch wirklich so eintritt und nicht aus der Weltgeschichte verschwindet, machen sich Leo und Salai auf und reisen in die Stadt Haitabu des Jahres 885. Versorgt mit dem nötigen Hintergrundwissen, um nicht zu sehr aufzufallen, machen sie auf die Suche nach dem Clan der Thorvaldssons. Schließlich wird diese Familie einst die neue Welt entdecken. Doch die Suche erweist sich als schwieriger als zunächst angenommen…

Wieder eine geballte Portion Wissen
Bevor unser schlauer Löwe sich aber ins Abenteuer stürzen kann, bekommt er, und damit auch wir, die Hörerschaft, das nötige Hintergrundwissen über das Kriegervolk serviert. Und in diesem Zuge lernen wir, die Wikinger waren nicht nur kriegerisch unterwegs. Nein, sie sind auch zur See gefahren, ohne ständig fremde Schiffe zu kapern oder andere Häfen zu plündern. So betrieben sie zum Beispiel Handel mit anderen Völkern – und das ganz gewaltfrei! Und wer denkt, dass Wikinger Hörner an ihren Helmen hatten, der wird hier eines besseren belehrt. Die Hörner wären im Kampf mehr hinderlich als vorteilhaft gewesen. Hörspielmacher Matthias Arnold lässt es sich nicht nehmen, diesen Mythos aus der Welt zu schaffen.
Aber keine Angst, hier werden nicht nur Fakten serviert, sondern das Hörspiel kommt auch mit einer gehörigen Ladung Spaß und Spannung daher. Wer schon dem einen oder anderen Abenteuer von Leo gelauscht hat, weiß dies aber auch schon.

Noch etwas Nachhife in Sachen Popkultur
Auch sollte dem nicht mehr ganz jungen Publikum bekannt sein, dass es immer wieder mal kleine Easter Eggs aus der Popkultur ins Hörspiel oder auch aufs Cover schaffen. In dieser Folge konnte ich gleich zwei ausfindig machen. Ich sage nur: „Hört nur. Ich glaube, ich rieche etwas“. Und die Marktwache, die Leo und Salai verfolgt und durch die Stadt jagt, wird von Leo mit einem T-800 verglichen. Herrlich, immerhin wird der Verfolger der beiden von keinem geringeren als Bernd Egger gesprochen. Dieser leiht seit seit 2019 Arnold Schwarzenegger, also DEM T-800-Darsteller, im Film „Terminator: Dark Fate“ seine Stimme.

Die Sprecher
Bleiben wir bei den Stimmen. Auch dieses mal kann das Hörspiel nicht nur mit dem Hauptstimmen, sondern auch auf ganzer Linie überzeugen. Auch die Nebenfiguren kommen sehr überzeugend daher. Besonders gefallen hat mir, wie schon erwähnt, Bernd Egger als Stadt- bzw. Marktwache.

Fazit
„Leo und die Wikinger“ bringt wieder alles mit, was ein Leo-Hörspiel braucht. Spannung, Hörspaß, tolle Stimmen kombiniert mit einem großen Stück Geschichte. Überflüssig zu erwähnen, dass auch der eine oder andere Erwachsene hier noch etwas dazulernen kann.

Label
E.T. Media / Kiddinx

Regie
Matthias Arnold

Erscheinungsdatum
11.02.2022

Sprecher/Sprecherinnen
Leo Löwe – Marco Rosenberg
Erzählerin – Kathrin Zierof
Abenteueruhr – Babette Büchner
Salai – Sven Hasper
Leonardo Da Vinci – Lutz Mackensy
Wikinger Wache 1 – Bernd Egger
Wikinger Wache 2 – Detlef Bierstedt
Pariser Schütze – Peter Felchtner
Wikinger Händler 1 – Sven Plate
Wikinger Händler 2 – Florian Hoffmann
In weiteren Rollen – Santiago Ziesmer, Leonard Keilwerth, Sascha Keilwerth, Felix Würgler, Cornelia Waibel

In eigener Sache
Für diesen Blogbeitrag wurde mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.

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