Leo und die Abenteuermaschine (21) – Leo und der Buchdruck

Es ist mal wieder Zeit für einen Streifzug durch die Menschheitsgeschichte. Seit letztem Freitag steht die neue Folge von „Leo und die Abenteuermaschine“ in den Läden und natürlich auch auf allen gängigen Streamingportalen. Dieses mal geht es um nicht weniger als die Erfindung des Buchdrucks. Aber wir starten einfach mal mit dem obligatorischen Klappentext.

Klappentext
Wer ist nur dieser gemeine Bösewicht, der unsere Geschichte immer wieder durcheinander bringt? Um diese Frage endgültig zu klären, reisen Leo und Salai in das Jahr 1437 und suchen Johannes Gutenberg, den Erfinder des Buchdruckes, auf. Dieser hat aber seine eigenen Probleme und denkt noch lange nicht an den Buchdruck. Verzweifelt versuchen unsere Zeitrettungshelden, den neuesen Fehler zu finden. Sie wissen noch nicht, dass sie in ihrem bisher gefährlichstem Abenteuer gelandet sind. Kann Leo auch diesmal unsere Geschichte retten oder triumphiert das Böse?

Der Buchdruck, ein Meilenstein der Zivilisation
Gerade erst aus dem alten Rom zurück, lässt der nächste Einsatz für Leo und Salai nicht lange auf sich warten. Wo oder vielmehr wann hat der Geschichtsdieb die nächste Falle aufgestellt, um den Lauf der Geschichte entscheidend zu verändern. Nach kurzer Überlegung hat Leonardo da Vinci eine Idee – der Buchdruck. Er gilt als ein, vielleicht sogar der, Wendepunkt in der Menscheitsgeschichte. Bis hierhin mussten alle Bücher mühsam per Hand abgeschrieben werden, um sie zu vervielfältigen, was mitunter Monate oder gar Jahre dauern konnte. Und das für nur einziges Exemplar wohlgemerkt! Erst mit dem Buchdruck sollte sich das ändern. Wenn man bedenkt, wie rasend schnell sich Informationen und Wissen heute in unserer modernen Welt verbreiten, kann ich mir kaum vorstellen, wie die Welt vor dem Buchdruck ausgesehen haben mag. Damit steht das nächste Ziel für Leo und Salai fest, es geht nach Straßburg ins Jahr 1437. In dieser Zeit hat Johannes Gutenberg den Buchdruck erfunden. Doch von einem Fehler in der Zeit fehlt zunächst jede Spur, und die Idee zum Bücher drucken kommt Gutenberg ganz ohne das Zutun unserer Zeitretter. Was den Fehler in der Zeit angeht, hat sich der Kontrahent unserer Freunde etwas besonders perfides einfallen lassen. Aber hört am besten selbst.

Eine starke Folge
Es ist immer wieder unglaublich und faszinierend, wie viel Wissen und Geschichte in ein 70-minütiges Hörspiel passen. Trotz der vielen Fakten, die der Hörerschaft präsentiert werden, bleibt das Erzähltempo so, dass man dem Geschehen und dem geschichtlichen Hintergrund sehr gut folgen kann. Wie für jede Folge Hörspielmacher Matthias Arnold eine Menge an Wissen und historischen Daten zusammengetragen, die schon fast schwindelerregend ist. Dabei bleibt aber sowohl den Figuren als auch der Geschichte genug Platz, um sich zu entwickeln und zu agieren. Denn wer Leo schon kennengelernt hat, der weiß, hier werden nicht nur Vorträge gehalten. Nein, es passiert auch immer sehr viel. Immerhin haben unsere Helden eine Mission zu erfüllen. Allen voran Leo merkt man an, dass er mit jeder Mission und jeder Folge ein Stückchen erwachsener wird. In einem epischen und sehr emotionalen Finale stellt unser schlauer Löwe dies auch unter Beweis.

Wer ist Widersacher?
Das dürfte die wohl größte Frage sein. die der Hörerschaft auf der Seele brennt. Nun endlich wird die Identität des Geschichtsdiebes aufgedeckt. Und offenbar ist Leonardo da Vinci höchstselbst nicht so ganz unschuldig am In-Erscheinung-Treten ihres Gegners. Auch dessen technische Möglichkeiten zum Durcheinanderbringen der Zeit fallen auf Leonardo zurück. Aber am besten, ihr hört euch die Folge an.

Geräusche und Musik
In Sachen Hörspielmusik sollte auf jeden Fall erwähnt werden, dass Leo ab dieser Folge einen eigenen Titelsong hat. Neben Matthias Arnold, der den Text beigesteuert hat, stammt die Musik von keinem geringeren als Tom Steinbrecher. Tom Steinbrecher hat bereits die Musik für zahlreiche Hörspielserien gemacht, darunter auch „Insel-Krimi“ und „Die 3 Senioren“. Am Schlagzeug zu hören ist Marc A. Nathaniel. Gesungen wird der Song von Delio Malär. Die Geräusche sind, wie gewohnt, stimmig und legen sich perfekt unters Geschehen. So entsteht ein wunderbares Kopfkino.

Die Stimmen
Neben den Stammsprechern und -sprecherinnen, die einmal mehr eine grandiose Leistung abliefern, konnten auch für diese Folge erstklassige Sprecher und Sprecherinnen gewonnen werden. Unter anderem ist Peter Flechtner als Johannes Gutenberg zu hören. Patze Gensfleisch, Gutenbergs Schwester, wird von Anke Reitzenstein gesprochen. Die Sache mit den verschiedenen Familiennamen wird übrigens auch wunderbar erklärt. Laurenzo, der Geschichtsdieb, wird gesprochen von Rainer Fritsche. Fritsche war schon in Serien wie Gabriel Burns, John Sinclair oder auch Die drei ??? zu hören.

Fazit
Gemeinsam mit dem geschriebenen Wort stellt der Buchdruck eine der größten Errungenschaften des Menschen dar. Mit Leo und der Buchdruck liefert Leo’s Schöpfer Matthias Arnold eine ganz besondere Folge ab, die dieses Schlüsselereignis für unsere moderne Welt gebührend würdigt und ihm einen besonderen Platz im Bewusstsein der heranwachsenden Generation einräumt. Das ist ganz große Hörspielkunst.

Label/Verlag
E.T. Media/Kiddinx

Regie
Matthias Arnold

Erscheinungsdatum
03.02.2023

Sprecher/Sprecherinnen
Leo Löwe – Marco Rosenberg
Erzählerin – Katrin Zierof
Abenteueruhr – Babette Büchner
Salai – Sven Hasper
Leonardo da Vinci – Lutz Mackensy
Johannes Gutenberg – Peter Flechthner
Laurenzo – Rainer Fritsche
Ennelin von der eisernen Tür – Samina König
Patze Gensfleisch – Anke Reitzenstein
Mönch – Florian Hofmann
Hans – Toni Sattler


In eigener Sache
Für diesen Blogbeitrag wurde mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Beitrag wurde von mir verfasst und stellt meine persönliche Meinung zum Hörspiel dar. Dabei wurde ich von keinem der mitwirkenden Künstler oder Labels beeinflusst.

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